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Anzeigefassaden

Grüne Bubble für ÖA - Stawi

Lasst Wände sprechen: die Anzeigenfassaden

Mehrere Gebäudewände in der Stadtwirtschaft sind künstlerisch gestaltet. Die sprechenden Wände haben ihre eigene Anziehungskraft, laden zu Entdeckungen ein und geben Auskunft über Herkunft und Gegenwart des Areals. Dies folgt dem Geist des Entwicklungskonzeptes, in dem die künstlerische Wandgestaltung von "Anzeigenfassaden" vorgeschlagen war.

Die Umsetzung der Anzeigenfassaden erfolgte in mehreren Schritten. Einer ersten Konzeptfindung und Gesprächen mit Künstler*innen folgte im Frühjahr 2025 eine Ausschreibung von zunächst vier Gebäudefassaden mit inhaltlicher oder technischer Widmung:

  • Fassade 1, Haus K, Giebel Richtung Schüffnerstraße: "Wir sind Stadtwirtschaft"
  • Fassade 2, Haus A, Produktionshof: "Wir sind Sonnenberg"
  • Fassade 3, Haus A, Veranstaltungshof: "Wir sind Europa"
  • Fassade 4, Haus A, Giebel Richtung Augustusburger Straße: "Beleuchtung"

An der Ausschreibung beteiligten sich Künstler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine Jury aus Akteur*innen der Stadt Chemnitz als Eigentümerin, der Stadtwirtschaft sowie des Sonnenbergs entschied sich schließlich für Konzepte zur Gestaltung der Fassaden 1, 2 sowie 4.

Fassade 1: "Wir sind Stadtwirtschaft"

Für die vom Eingangstor Schüffnerstraße als erste sichtbare Wand, eine Giebelwand an Haus K, war das Ziel, die Bandbreite der Nutzungen in der Stadtwirtschaft darzustellen. Die Jury wählte unter mehreren Vorschlägen den Gestaltungsentwurf der Chemnitzer Künstlerin Mathilde Schliebe aus. Diese setzte ihn gemeinsam mit der Gestalterin Nadine Rothe im Sommer 2025 in mehreren Abendsessions um. Der Vorschlag greift im Hintergrund das Lila aus dem Stadtwirtschaftslogo auf. Die in weiß gestalteten Flächen ergeben mit genügend Abstand die inoffizielle Abkürzung des Areals: "STAWI". Hinzu kommen schwarze Elemente, die verschiedene Nutzungsarten des Areals thematisieren.

Fassade 2: "Wir sind Sonnenberg"

Auch für Fassade 2, der langen Gebäudewand von Haus A am Produktionshof, lagen mehrere Gestaltungsvorschläge vor. Die Jury entschied sich für einen Vorschlag des Künstler*innenkollektivs Rebel Art Chemnitz, weil er die Idee der Beteiligung der Nachbarschaft mit einer vielfältigen künstlerischen Realisierung in verschiedenen Techniken verknüpfte. Zunächst wurden beim Hoffest im August 2025 Motivideen von Sonnenberger*innen gesammelt - im Herbst wurden diese Ideen dann in unterschiedlichen Stilen, teils fotorealistisch, teils mit Schablonen, teils mit freiem Sprühen von Rebel Art umgesetzt.

Fassade 4: "Beleuchtung"

Fassade 4 hatte - im Unterschied zu den anderen drei ausgeschriebenen Fassaden - keine thematische, sondern eine technische Vorgabe. Wunsch des Teams war es, hier eine Illumation zu finden, die die Stadtwirtschaft bis hin zur benachbarten Augustusburger Straße sichtbar macht. Unter mehreren Vorschlägen setzte sich auch hier ein Entwurf von Rebel Art Chemnitz durch. Die Idee: Gestaltungselemente von Fassade 2 aufnehmen, plastisch abheben und der charakteristischen Backsteingiebelwand damit ein zusätzliches "Highlight" zu verpassen. Die technische Umsetzung erfolgte mit Hilfe von LED-hinterleuchteten Alu-Dibond-Platten, die die Farben der Stadtwirtschaft aufnehmen - gipfelnd in einem großflächig angestrahlten Stadtwirtschaft-Logo.

Zusatzflächen: Noch mehr Beteiligung

Im Zuge des Juryverfahrens wurde entschieden, zwei weitere Flächen durch künstlerische Nachwuchskräfte gestalten zu lassen. Hierbei handelt es sich um zwei von drei Elementen einer Rückwand von Haus D, die im Straßenraum entlang der Jakobstraße zum Eingang Jakobstraße führen.

Die künstlerische Kreation und Umsetzung dieser zwei Mauerflächen übernahmen der Chemnitzer Künstler Tim Petrovitsch sowie in einer Gemeinschaftsaktion das "Wall of Femme"-Projekt des Chemnitzer Arthur e.V..

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