Bücherpforte
Teilen erwünscht: die Bücherpforte
Stöbern, Bücher finden, mitnehmen, neue hineinstellen: Die Idee von Bücherteilschränken ist deutschland- und europaweit verbreitet. Auch die Stadtwirtschaft hat einen Bücherteilschrank. Der ist allerdings ein bisschen größer ausgefallen - ein "öffentlich zugänglicher Outdoor-Bücherschrank in XXL-Format".
Idee und Konzeption
Die Idee zur "Bücherpforte" entstand im Projekt "Pförtnerhäuser" im Rahmen der Förderung als Nationales Projekt des Städtebaus. Die Pförtnerhäuser sollen nicht davon abhalten, die Stadtwirtschaft zu betreten - und kontrolliert wird hier auch niemand. Stattdessen sollen sie einen Anlass bieten, das Areal zu betreten und zu erkunden.
Geboren ist die Idee zur Bücherpforte während eines Akteur:innentreffens Ende 2025. Jetro Burkmann von der Materialinitiative Zeux setzte sich den Hut auf und organisierte Planung und Bauarbeiten.
Umsetzung und Bauarbeiten
Passendes Baumaterial fand sich bei der Materialinitiative Zeux, die in der Stadtwirtschaft ihr Teillager hat. Neben jeder Menge Holzbalken und -platten konnten unter anderem eine alte Tür mit Schiebefenster sowie ein ausrangiertes Drehkreuz eingesetzt werden. Das Drehkreuz regelte zuletzt den Zugang zu einem Festivalgelände, heute trägt es Bücherregale und jede Menge Lesestoff.
Bei den Bauarbeiten selbst legten die Mitglieder von Zeux und den Stadtfabrikanten sowie Ingo Scheller Hand an. Die Stadtfabrikanten sorgten auch für die Versorgung mit Strom und Licht - dank Solarpanels. Künstlerin Marina Klavina schließlich brachte sich in die Gestaltung der Bücherpforte ein. Insgesamt brachten die Akteur:innen über 200 Stunden Zeit auf.
Eröffnung und Büchertausch
Die Erstausstattung mit Büchern kam aus den Beständen des Subbotnik e.V. Zur offiziellen Eröffnung luden die Akteur:innen der Stadtwirtschaft am 8. April 2026. Seit dem ersten Tag wechseln nun regelmäßig Bücher ihre Besitzer:innen. Klassiker der Weltliteratur finden sich ebenso wie Kinderbücher, Fotobände und die eine oder andere ausgefallene Bastelanleitung. Die Pforte ohne Bücher wiegt insgesamt 625 Kilogramm. Sie fasst etwa 800 bis 900 Bücher.
Die Stadtfabrikanten Chemnitz haben die Konzeption, Entstehung und Eröffnung der Bücherpforte umfassend dokumentiert.
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